Wenn einer eine Reise macht…

…dann muß er ganz schön schleppen. Oder schleppen lassen.

London 100311 0009 Wenn einer eine Reise macht...

Es ist toll, für so ziemlich jede Gelegenheit das richtige Equipment zu haben. Und ich bin jemand, der gern auf jeden Fall vorbereitet ist. Deshalb habe ich auf jeden Fall immer lieber zu viel dabei als zu wenig.

Einen Strich durch die Rechnung machen dann immer nur so blöde äußere Umstände. Dass man nur 2 Hände für Taschen hat zum Beispiel. Oder die Restriktionen einer Fluggesellschaft.

Hey, die 20 kg Gepäck, die man in der Econyomy-Class aufgeben kann, klingen ziemlich großzügig. Und dazu kommen ja nochmal (je nach Airline) 6-10 kg Handgepäck.

London 090311 0165 233x350 Wenn einer eine Reise macht...Wie schnell die Grenzen erreicht sind, habe ich aber bereits auf einem Flug dieses Jahr erfahren. Zum Glück hat mich das dann wenigstens vor bösen Überraschungen beim darauffolgenden bewahrt (ich hab mir z.B. eine eigene Waage gekauft).
Natürlich bräuchte ich eigentlich GAR NICHTS an Photoequipment mitnehmen. Schließlich kann man vor Ort alles mieten. Na ja, je nachdem, wo man hinfliegt. Und das kostet natürlich auch. Vor allem Zeit, denn man muß es ja abholen und hinbringen. Wohin eigentlich? Ist das weit? Und haben die, was ich brauche? Sind die Kameras und Objektive gut justiert?

OK, meine eigene Kamera MUSS ich mitnehmen. Und einen Ersatzbody, wenn der (lokale) Assistent keine eigene Kamera hat, die man zur Not verwenden kann. Und natürlich Objektive, denn die sind ja perfekt justiert. Aber alle sind echt zu viel. Und zu schwer. Es beginnt das erste schmerzhafte Abschied nehmen.

Also gut, das Ultraweitwinkel verwende ich nur sehr selten (allein der optischen Qualität wegen) am Vollformat-Body und da reicht das 24-70 2.8 L. Werde ich mit dem Tele photographieren? Mein “bestes Pferd im Stall” zu Hause lassen? Es ist kein Beauty geplant, also brauche ich es nicht. Puh, wieder Gewicht gespart. Und das Makro kann aus dem selben Grund zu Hause bleiben. Das 50er wiegt nicht viel und bietet mir durch die Lichtstärke viele Optionen, die mir sonst verschlossen bleiben. Das kommt mit. Und Speicherkarten und Ersatzakkus natürlich. 2 sollten reichen. Der Winkelsucher hilft mir bei bodennahen Aufnahmen, die bei mir ja die absolute Regel sind. Und ich will draußen arbeiten, also geht es nicht ohne die HoodLoupe.

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Brauche ich beide Aufsteckblitze? Überhaupt einen? Hmmm…. Wenn ich vor Ort nur wenig Licht mieten kann oder will, wären sie eine gute Ergänzung. Also beide. Und natürlich die Atlas dazu, ganz klar. Mit ein paar Kabeln, damit ich sie auch für jeden Blitz verwenden kann (mal sehen, was ich am Ende vor Ort miete bzw. was verfügbar ist). Oh, bei der Gelegenheit auf keinen Fall den Belichtungsmesser vergessen! Die Graukarte ist ja immer in der Kameratasche.

Ein Stativ brauche ich noch. Für die Blitze. Zu den gemieteten werde ich ja welche kriegen, aber zu meinen eigenen. Und man will ja auch unabhängig sein. Eines reicht, den zweiten kann jemand halten oder wir stellen/legen ihn irgendwo drauf. Oder…aaaaaahhhh! Eine Super-Clamp muß mit. Damit kriege ich den Blitz ÜBERALL dran.

2 Blitze also schon dabei, cool. Im worst case kann ich also ein BISSCHEN was machen, auch ohne Mietequipment. Ein komplettes Lichtset braucht aber noch…einen Reflektor! Der ist doppelt nützlich: er kann für Fülllicht sorgen UND, indirekt eingesetzt, für weiches Licht aus Systemblitzen sorgen. Dafür brauche ich aber noch eine Halterung. Eine, die flexibel ist und die ich auch für anderes einsetzen kann. Ein Magic Arm muß in die Tasche. Und eine Softbox (für den 2. Blitz oder weniger Platz). Die kleine Aurora reicht, ist handlich und macht ein tolles Licht. Mit dem Speedring, damit ich ‘nen Blitz drangefummelt bekomme. Dazu die Manfrotto-Klemme.

Eine Oktabox für den zu mietenden Blitz wäre schön. Eine, deren Wirkung ich kenne und die sehr schnell auf- und abzubauen ist. Also meine. Aber doch etwas schwer. Was aber sonst macht mir ein großes, weiches Licht, das man gut steuern kann? Ein Schirm wäre leicht, aber “steuerbar” ist anders. Würde aber auch mit den Speedlights zusammen gehen. Ich nehme den silbernen parabolischen Schirm (den ganz kleinen), den ich neu zum Testen habe. Perfekt. Jetzt noch den passenden Schirmneiger dazu.

Handy, Laptop und Ladegeräte noch in die Fototasche. Dazu die Backupplatte mit dem Fotoarchiv. Die Portfolios und meine #0-Ausgabe meines Buches. Zum Zeigen (ich verkaufe im direkten Gespräch fast immer eins meiner Bücher – auch wenn das gar nicht mein Ziel ist).

Ich brauche noch Kleidung und Unterwäsche.

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